Hochmoor und Sonnentau

Berühmtes Hochmoor

Dryopteris carthusiana, Foto A. Scheidegger
Dorniger Wurmfarn

Im Jahre 1980 wurden die 258 Hektaren Moorfläche um den Pfäffikersee im kantonalen Richtplan als Naturschutzgebiet festgelegt und 1996 erfolgte die Festsetzung des gesamten Seegebietes als Moorland- schaft von besonderer Schönheit. Kernstück dieses weit gefassten Gebietes ist das Hochmoor inmitten des Rieds, übrigens das grösste im Kanton Zürich. Es besteht aus „Schwämmen“ raschwüchsigen Torfmooses (Sphagnum), nur durch Regenwasser gespeist und oft mehrere Meter über dem Grund- wasserspiegel liegend. Es wächst oben (hier sind die vegetativen Blätter) und stirbt unten ab. Oft findet man gelbliche, abgestorbene Moosfetzen: sie lassen sich wie ein Waschlappen auswringen. Wer mal (verbotener- weise) über dieses Kernstück unserer Sumpflandschaft geht, wundert sich über das Nachfedern des Bodens.

Seltene Pflanzen

Sonnentau

Das Vorzeigestück jeder Hochmoorexkursion ist der geschützte Sonnentau (Drosera), eine fleischfressende Pflanze, an deren strahlenförmig angeordneten Drüsenhaaren klebrige, glitzernde Tröpfchen sitzen. Kleine Insekten bleiben daran hängen und werden später langsam durch die Pflanze verdaut. In Gesellschaft dieser wilden „Venusfliegenfalle“ finden wir oft die Gemeine Moosbeere (Oxycoccus quadripetalus), deren rote Früchte wohl essbar sind, aber etwas fad schmecken. Die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) ergänzt die warmen olivgrünen, gelblichen, bräunlichen und rötlichen Töne des Moors mit einem bläulichweissen Schimmer. Im tieferen Sonnenstand des Herbstes leuchten aufrechte Farne hellgrün und hellbraun auf.

© Vereinigung Pro Pfäffikersee

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