Froschkonzert im Flachmoor

Unüberhörbar, in der Lautstärke wohl einmalig am See, ist anfangs Mai das Quaken und Quarren der Wasserfrösche am kleinen Riedkanal. Zu Hunderten sitzen die hellgrünen Gesellen im Wasser, nach Krokodilart Maul und vor allem die vorstehenden Augen wachsam über der Wasseroberfläche positioniert. Viele Männchen halten unter sich ein laichgefülltes Weibchen umklammert, während sie unablässig die beiden hellen Schallblasen hinter dem Maul mit Luft füllen und diese wieder entweichen lassen.

Der Laich ist anders wie der des Grasfrosches, welcher schon im März unterwegs ist. Dessen Eier sind in grossen gut sichtbaren Klumpen angeordnet, während der Wasserfrosch den Laich in kleineren Portionen an den Pflanzenstängeln befestigt. Amphibien sind alle gefährdet, der Schutz ihrer bestehenden Lebensräume und die Schaffung von neuen Tümpeln sind für sie überlebenswichtig!

Frösche. Bild A. Scheidegger

Schillernde Seltenheiten im Gehölz

Brombeerzipfelfalter in normaler Sitzhaltung

Kleine, grün schillernde Falter fliegen immer wieder vom Gemeinen Schneeball auf und setzen sich an anderer Stelle nieder. Dabei sind die Flügel zusammengeklappt und verbergen die dunkelbraune Oberfläche. Diesen hübschen Schmetterlingen, den Brombeerzipfelfaltern, begegnet man nur noch äusserst selten, und ihr verbreitetes Vorkommen im Robenhuserriet ist ein Glücksfall. Aus der Nähe sind die Fühler und Beine wunderbar schwarz-weiss geringelt. Zeitweise richten sie die Flügelfläche zur Sonne aus, wie ein Wärmesegel.

Zipfelfalter sind mit den Bläulingen nah verwandt. Die erwähnte Art frisst gemäss Literatur verschiedene krautige Pflanzen, aber kaum Brombeerblätter, wie der Name vermuten lassen könnte.

Brombeerzipfelfalter tankt Sonne
Brombeerfalter hält die Flügel als Sonnensegel zum Wärmeauftanken

Text und Bilder: Andreas Scheidegger

© Vereinigung Pro Pfäffkersee

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